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Nach Randale in Chemnitz

Schweiz warnt Deutschland-Reisende

Demonstranten der rechten Szene unterwegs in Chemnitz nach der Tötung eines 35-jährigen Mannes.FOTO: dpa / Jan Woitas

Bern/Chemnitz. Zur Vorsicht in der Umgebung von Demonstrationen rät die Schweiz bei Reisen nach Deutschland. Auslöser sind die aktuellen Ereignisse in Chemnitz.

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen und den darauffolgenden Ausschreitungen in Chemnitz hat das Schweizer Außenministerium nach Informationen von Spiegel online Reisende zur Vorsicht in Deutschland geraten.

Danach warnte die Behörde, dass man in der Umgebung von Demonstrationen aufmerksam sein müsse.

Wörtlich steht auf der Internetseite des Ministeriums: „Das Land ist stabil. In den großen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind.“

In Genf in der Schweiz hatte jüngst auch der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt. „Zu sehen, was in Sachsen passiert ist, ist wirklich schockierend“, sagte Said. Er verurteilte insbesondere die Angriffe rechter Demonstranten auf ausländische Passanten. „Es hat nichts mit Mut zu tun, sich auf ungeschützte Menschen zu stürzen“, sagte Said. Er rief die Politiker auf, deutlicher Stellung zu beziehen. „Es ist unabdingbar, dass Politiker dies alles verurteilten. Wir brauchen eine Konzentration von Stimmen in dieser Sache.“

(dpa/uf)
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