ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Chemnitz untersagt rechte Demos

50 000 bei „Wir sind mehr“-Konzert

#wirsindmehr-Konzert in Chemnitz FOTO:

Chemnitz. Das Konzert gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit in Chemnitz hat am Montag rund 50 000 Menschen in die sächsische Stadt gelockt. Diese Zahl gab die Stadt als eine erste Schätzung bekannt. Bands wie die Toten Hosen, Kraftklub oder Feine Sahne Fischfilet waren unter dem Motto „#wirsindmehr“ nach Chemnitz gekommen.

Das Konzert begann mit einer Schweigeminute für den am 26. August bei einer Messerattacke in der sächsischen Stadt getöteten Deutschen. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.

Vor dem Open-Air-Konzert haben CDU-Politiker die Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die Veranstaltung kritisiert. „Ich halte das für sehr kritisch“, sagte Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer der «Welt» (Montag). Wie zuvor ihr Parteikollege Philipp Amthor monierte sie, dass Steinmeier die Ankündigung der Veranstaltung am vergangenen Freitag auf seinem Facebook-Account geteilt hatte.

Mit Blick auf die Teilnahme der Punkband Feine Sahne Fischfilet sagte Kramp-Karrenbauer: «Denn das, was wir wollen, ist, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat gegen Rechts zu schützen. Und wenn man das dann mit denen von Links tut, die genau in der gleichen Art und Weise auf Polizeibeamte verbal einprügeln (...), dann halte ich das für mehr als kritisch.» Der Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern hatte die Band zeitweise wegen «linksextremistischer Bestrebungen» im Blick, seit längerem jedoch nicht mehr.

(dpa)
top