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Sachsen

Strom ohne Stromanschluss

Stephan Dunkel (l.) und Martin Groß prüfen mit Glasbau-Unternehmer Dieter Pfaltz (r.) die Spezialglas-Scheibe nach dem Laminiervorgang. Dabei werden Glas und Solarfolie bei etwa 140 Grad Celsius miteinander verbunden. FOTO: dpa / Jan Woitas

Radeburg/Freiberg. Ein kleiner Industriebetrieb aus dem sächsischen Radeburg bringt immer wieder innovative Glasprodukte auf den Markt. Der Mittelständler setzt auf das Know-how der TU Freiberg und eine spezielle Förderung des Bundes.

Behutsam schieben die drei Männer eine große Glasscheibe aus einem mehr als mannshohen grauen Stahlkasten. Was wie ein begehbarer Container aussieht, ist in Wirklichkeit ein sogenannter Laminierofen. Bei etwa 140 Grad Celsius werden das zuvor in die richtige Form gebogene Glas und eine glänzende Folie miteinander verbunden. Diese Solarfolie kann später Strom erzeugen. „Das Ganze wird regelrecht zusammengebacken“, erläutert Dieter Pfaltz das Verfahren zur Herstellung dieser gebogenen Funktionsverbundglasscheibe.

Was so einfach klingt, hat den Unternehmer aus Radeburg rund zweieinhalb Jahre Zeit und mehr als 50 teure Versuche gekostet, weil die Folie durch die Wölbung des Glases immer wieder Probleme machte. „Doch jetzt ist es technisch machbar, dass wir beispielsweise eine Bushaltestelle mit einem Dach aus diesem Glas ausrüsten, die Solarfolie tagsüber Strom erzeugt und die Haltestelle nachts ohne einen Stromanschluss beleuchtet wird“, sagt der Ingenieur für Glastechnik.

Ein herzliches „Du“ inklusive

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