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Wirtschaft

Sachsen baut viel mit heimischem Sand

Dass Sand und Kies für die Bauwirtschaft unverzichtbar sind, ist wohl jedem klar. Aber auch in der Glasherstellung geht ohne den Rohstoff nichts. FOTO: dpa / Roland Weihrauch

Freiberg. Ein Ende ist nicht in Sicht: Das Land an Elbe, Mulde und Neiße hat ergiebige Sand- und Kiesvorkommen. Das ist wichtig für die Bauwirtschaft. Doch manchmal gibt es wegen des Abbaus auch Ärger.

Sachsen muss auch bei einem anhaltenden Bauboom nicht fürchten, dass der Sand knapp wird – wenn es eine weitreichende Planung dafür vorhält. Um Engpässe bei der Gewinnung von Sand und Kies zu vermeiden, fordert der Sächsische Oberberghauptmann Bernhard Cramer deshalb, vorausschauend zu planen. Das gelte etwa bei der Ausweisung von Baugebieten.

Sachsen habe aufgrund seiner Flusssysteme sehr gute Lagerstätten, die sich jedoch oft in der Nähe von bebauten Regionen befinden würden, sagte Cramer. „Es gibt bei der Raumplanung immer die Herausforderung, im Vorhinein schon für die nächsten Jahrzehnte so Lagerstätten vorzusehen und auch zu schützen, dass unser Bedarf an diesem Rohstoff gedeckt werden kann“, sagte er.

Nach Angaben aus dem Oberbergamt in Freiberg gibt es in Sachsen rund 150 Betriebe im Bereich Steine und Erden. Zahlreiche dieser Bergbaubetriebe, die bereits zur DDR-Zeiten bestanden oder zur Wendezeit aufgeschlossen wurden, würden nun auskiesen. Die Kies- und Sandgruben müssten vergrößert oder erweitert werden oder bräuchten Neuaufschlüsse.

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