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Randale in Chemnitz

In Chemnitz formiert sich Gegenprotest

Die Krawalle nach der tödlichen Messerattacke haben das Image von Chemnitz nachhaltig beschädigt. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Chemnitz. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer stellt sich Bürgerfragen. EKD-Ratsvorsitzender fordert mehr Zivilcourage.

(epd/roe) Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Chemnitz formiert sich gesellschaftlicher Gegenprotest. Das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ kündigte für Samstag eine Protestveranstaltung gegen eine am selben Tag geplante AfD-Demonstration an. Am Sonntag lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche zu einer Kundgebung auf den Neumarkt ein. Einen Tag später beteiligen sich mehrere bekannte deutsche Bands an einem kostenlosen Konzert in der sächsischen Stadt.

Die Polizei steht unterdessen in höchster Alarmbereitschaft. Für Donnerstagabend hatte die rechtspopulistische Bewegung „Pro Chemnitz“ erneut zu einer Demonstration aufgerufen. Fast zeitgleich wurde Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu einem Bürgergespräch im Chemnitzer Stadion erwartet. Bei der Absicherung der Veranstaltungen würden die Chemnitzer Beamten von Einsatzkräften aus Bayern, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie der Bundespolizei und der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt, teilte die Polizeidirektion Chemnitz am Donnerstag mit.

„Chemnitz Nazifrei“ teilte auf Facebook mit, es werde keine Gegenveranstaltung geben. „Die Demonstration am Montag hat uns gezeigt, dass die Polizei derzeit nicht willens oder in der Lage ist, unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit zu garantieren“, schrieb das Bündnis.

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