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Gewalt in Sachsen

Die nächsten Tage in Chemnitz werden hart

Polizisten und Bürger stehen  nach dem Abbruch des Stadtfestes in Chemnitz an der Stelle, wo es in der Nacht zum Sonntag zu einem öffentlichen Streit kam. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sieht in den Ereignissen vom vergangenen Wochenende eine „neue Dimension der Eskalation“. FOTO: dpa / Andreas Seidel

Chemnitz/Dresden. Ein 35-jähriger Mann stirbt durch Messerstiche auf dem Stadtfest. Tatverdächtig: ein Syrer und ein Iraker. Rechtsextreme Schläger ziehen durch Chemnitz. Und die Polizei rechnet damit, dass die Stadt in den nächsten Tagen nicht zur Ruhe kommt.

Am Tag nach dem verhängnisvollen Sonntag herrscht in Chemnitz blankes Entsetzen. Die nächsten Tage werden hart, die Polizei richtet sich auf weitere Demonstrationen ein. Mehrere Gruppen haben dazu im Netz aufgerufen.

Die einen wollen ein Zeichen setzen für das andere, das bunte Sachsen. Die anderen wollen den Tod eines 35-jährigen Mannes in der Nacht zum Sonntag für ihre Zwecke nutzen. Zumal nachdem am Montag bekannt wurde, dass gegen zwei junge Männer ermittelt wird.  Die Staatsanwaltschaft Chemnitz verdächtigt einen 23-jähriger Syrer und einen 22-jährigen Iraker, mehrfach ohne Grund auf das Opfer eingestochen zu haben.

Ein Toter, zwei Schwerverletzte und zwei festgenommene Ausländer – aber dabei blieb es nicht bei diesem Stadtfest. Auf das Tötungsverbrechen nach einem Gerangel mitten in der Nacht folgte eine Welle der Gewalt, die am Sonntagabend durch die Innenstadt schwappte. Plötzlich sah sich die Polizei 800 Rechtsextremen und Hooligans samt Mitläufern gegenüber, die sich spontan eingefunden hatten.

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