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Sachsen

Im Osten kaum Anträge auf drittes Geschlecht

In Leipzig wurde mit diesem Plakat für eine dritte Option bei der Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen geworben. Jetzt ist das Interesse aber gering. FOTO: dpa / Jan Woitas

Dresden. Seit Januar gibt es neben männlich und weiblich noch das Geschlecht divers im Geburtenregister. Doch die Nachfrage ist gering.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat es in den ersten Monaten seit der Einführung nur wenige Anträge auf eine Eintragung des dritten Geschlechts gegeben. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Stadtverwaltungen. Seit Januar können intersexuelle Menschen sich im Geburtenregister als divers registrieren lassen, müssen sich nicht für männlich oder weiblich entscheiden.

In den Großstädten wollten demnach bislang nur vier Personen ihr Geschlecht in divers ändern. Zwei Anfragen lagen dem Erfurter Standesamt vor. In Leipzig haben bis Anfang April zwei Personen formell das dritte Geschlecht angenommen, davor galten sie als Frauen.

Etwas mehr Menschen änderten ihr Geschlecht von männlich zu weiblich und umgekehrt. In Leipzig wechselten den Angaben zufolge seit Januar vier Menschen von männlich zu weiblich, neun von weiblich zu männlich. Sie stützten sich bei ihrem Antrag auf das im Dezember verabschiedete Gesetz, das auch eine Eintragung als divers ermöglicht. Vier Erwachsene und vier Kinder wollten in Dresden ihr Geschlecht in männlich oder weiblich ändern.

(dpa/bl)
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