Energiepolitik

Kretschmer will lange Übergangszeit bei Ausstieg aus Braunkohle

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Rande eines Braunkohletagebaues der Mitteldeutschen Braunkohle AG (MIBRAG) im Süden von Leipzig. FOTO: Sebastian Willnow / dpa

Leipzig. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert beim Ausstieg aus der Braunkohle eine Schonfrist von 20 Jahren.

„Wir haben die Chance und das Geld, um den Strukturwandel verantwortlich zu gestalten“, sagte der CDU-Politiker der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag). „Dafür brauchen wir bei der Braunkohle noch 20 Jahre Zeit. Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist dabei unser Verbündeter.“

Ein harter Strukturbruch wie 1990 nach dem Ende der DDR „darf sich bei der Kohle keinesfalls wiederholen“, betonte der Regierungschef mit Blick auf die demnächst beginnende Arbeit der Kohle-Kommission der Bundesregierung. Gleichzeitig müssten neue Perspektiven jetzt und nicht irgendwann entstehen. „Das heißt, wir brauchen ganz dringend überall den schnellen Internetzugang und die Elektrifizierung der Bahn. Planung und Realisierung dürfen nicht Jahrzehnte dauern.“

In der Lausitz gibt es große Braunkohletagebaue. Ein Aus hat Folgen für die Wirtschaftsstruktur vor Ort. Die Kommunen im Mitteldeutschen Revier haben sich jüngst zusammengeschlossen, um Ideen und Strategien umzusetzen. Dabei geht es unter anderem darum, genügend neue Jobperspektiven zu schaffen.

(dpa/fh)
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