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Tatverdächtige Asylbewerber in U-Haft

Familienministerin Giffey legt Blumen für getöteten Chemnitzer nieder

Chemnitz. Familienministerin Franziska Giffey hat als erstes Mitglied der Bundesregierung nach dem Tod eines 35-Jährigen und rechten Ausschreitungen Chemnitz besucht. Die SPD-Politikerin legte am Freitagmorgen an einem provisorischen Gedenkort einen Blumenstrauß mit sechs weißen Rosen nieder.

Anschließend verharrte sie sichtlich bewegt an der Stelle, an der der Mann am vergangenen Sonntag niedergestochen worden war. Tatverdächtig sind zwei Asylbewerber aus dem Irak und aus Syrien. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Nach der Protestkundgebung der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz am Donnerstagabend ist es untedessen nach Angaben der Polizei in der Nacht ruhig geblieben. Es sei zu keinen Zwischenfällen in Chemnitz gekommen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Für Freitag seien keine weiteren Demonstrationen angemeldet.

Am Donnerstag war Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu einem lange geplanten Bürgerdialog nach Chemnitz gekommen. Am Rande dieser Veranstaltung protestieren rund 900 Demonstranten von Pro Chemnitz. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt waren Beamte aus fünf Bundesländern sowie Kräfte der Bundespolizei im Einsatz.

(dpa/uf)
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