ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Vorwurf: Bildung einer terroristischen Vereinigung

Mutmaßliche Mitglieder der „Oldschool Society“ in Dresden vor Gericht

Prozessauftakt vor dem Landgericht in Dresden. Mitglieder der rechtsextremen Oldschool Society sollen sich in einem Chat radikalisiert und Anschläge auf Flüchtlingsheime geplant haben. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Dresden. Vor dem Landgericht in Dresden wird zwei Mitgliedern der rechtsterroristischen „Oldschool Society (OSS)“ der Prozess gemacht. Der Vorwurf gegen sie lautet: Bildung einer terroristischen Vereinigung.

Knapp vier Jahre nach Auffliegen der rechtsterroristischen „Oldschool Society“ stehen seit Mittwoch in Dresden zwei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe vor Gericht. Den 30 und 43 Jahre alten Männern wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Zum Prozessauftakt vor dem Oberlandesgericht (OLG) Dresden verlas ein Vertreter der Bundesanwaltschaft die Anklage.

Bereits 2017 hatte das Oberlandesgericht München drei Männer und eine Frau der „Oldschool Society“ wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung zu Haftstrafen von drei bis fünf Jahren verurteilt. Ein Teil der Mitglieder der Gruppierung stammt aus Sachsen. Die beiden Angeklagten im Dresdner Prozess sind derzeit auf freiem Fuß.

Sie sollen führende Positionen innerhalb der „OSS“ eingenommen haben. Laut Anklage plante die Gruppierung im Frühjahr 2015 einen Sprengstoffanschlag auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft in der Nähe von Borna in Sachsen. Bevor es zu dem Anschlag kam, war die Gruppierung bei einer bundesweiten Durchsuchungsaktion am 6. Mai 2015 ausgehoben worden.

(epd/uf)
top