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Syrischer Flüchtling vor Gericht

Prozess um Messerattacke in Chemnitz beginnt

Dresden: Der Angeklagte Alaa S. (r), der im Verdacht steht im August 2018 an der tödlichen Messerattacke gegen Daniel H. in Chemnitz beteiligt gewesen zu sein, kommt zum Prozess des Landgerichtes Chemnitz in ein Gebäude vom Oberlandesgericht Dresden. FOTO: dpa / Matthias Rietschel

Chemnitz. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) fürchtet einen Freispruch nach dem Tötungsdelikt vom August 2018. Nach dem Angriff kam es damals zu mehreren rechtsextremen Aufmärschen und Ausschreitungen.

(epd/bl) Vor Beginn des Prozesses um die tödliche Messerstecherei von Chemnitz blickt die Oberbürgermeisterin der Stadt, Barbara Ludwig (SPD), angespannt auf das Verfahren. „Ich hoffe, dass mit dem Prozess die Umstände der Tat öffentlich werden“, sagte Ludwig der „tageszeitung“. „Ich hoffe aber noch mehr, für die Familie des Opfers, dass es eine Verurteilung gibt, damit die Angehörigen Ruhe finden können“, fügte sie hinzu.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin äußerte sich besorgt über einen möglichen Freispruch des Angeklagten. „Dann würde es schwierig für Chemnitz“, sagte Ludwig. „Aber so wäre der Rechtsstaat.“

Ab Montag beginnt vor dem Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter der tödlichen Messerattacke. Am 26. August 2018 war der 35-jährige Daniel H. in Chemnitz tödlich niedergestochen worden. Es folgten ausländerfeindliche Proteste und rassistische Übergriffe in der Stadt.

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