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Der missverstandene Wähler

Sachsen auf der Couch – Politiker im Dialog

Heinz Eggert, früherer Innenminister, und Georg Milbradt (beide CDU), früherer Ministerpräsident in Sachsen, nehmen für ein Gespräch mit Bürgern auf dem „Sachsensofa“ in Seifhennersdorf Platz. FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Dresden. 2019 wird das Jahr der Gesprächsrunden. Damit Sachsen wieder miteinander sprechen, treibt die Politik Tische und Sofas durchs Dorf.

Das Sitzmöbel, das der Bischof durchs Land schicken will, erscheint in der Form arg altertümlich. Der Bezug ist schwarzgelb gestreift und trägt die grüne Krone des sächsischen Wappens. Das Sachsen-Sofa fällt auf. Und darum geht es.

Dass die Menschen nicht mehr miteinander reden, ist bekannt. Gerade Politiker haben festgestellt, dass die Bürger kaum noch mit ihnen sprechen. Dafür viel über sie, und das oft nicht freundlich. Es besteht das weit verbreitete Gefühl nicht gehört, verstanden und gefragt zu werden. Wieder zueinander zu kommen, hat für die Landespolitik im Osten eine gewisse Dringlichkeit vor den Kommunalwahlen im Mai und vor den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im Herbst. Viele haben sich deshalb auf den Weg gemacht.

Bei all den Dialog-Karawanen, die nun durch Sachsen touren, geht leicht der Überblick verloren. Da sind der Küchentisch der SPD oder das „Sachsen-Gespräch“ der CDU. Die Idee ist immer die gleiche: Menschen zu erreichen, die abseits der Machtzentren leben, und deren Bindung zur Politik lose geworden ist.

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