ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Dresden

Sachsens CDU hält an Rößler fest

Matthias Rößler ist der Kandidat der CDU für den Posten des Landtagspräsidenten. Die Partei setzt damit auf einen umstrittenen Mann. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert

Dresden. Der promovierte Maschinenbauer aus Meißen soll erneut Landtagspräsident in Dresden werden.

Matthias Rößler hat die erste Hürde genommen. Die Abstimmung in der CDU-Fraktion gewann er am Freitag deutlich. 32 Abgeordnete stimmten für ihn. Elf Stimmen bekam die Herausforderin, die langjährige Vize Andrea Dombois. Damit ist klar: Rößler ist der Kandidat der CDU für den Posten des Landtagspräsidenten. Die Partei setzt damit auf einen umstrittenen Mann.

Rößler ist 64 und bereits Landtagspräsident seit 2009. Zuletzt hat er sich den Ruf eines National-Konservativen zugelegt. Rößler versucht offensichtlich, in einem Landtag mit veränderten Machtverhältnissen seine Rolle neu zu definieren. Ihm war es schon immer wichtiger, sich gegen links abzugrenzen als gegen rechts. Das macht es den kleineren Fraktionen schwerer, mit dem Parlamentschef auszukommen.

Sie stören sich in erster Linie an Rößlers Wahlkampf-Auftritt mit dem Ex-Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen. Der ist nicht nur eine Reizfigur für die liberale Opposition, sondern auch in der CDU hoch umstritten. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fand es wenig hilfreich, Maaßen als Wahlkampfhelfer einzuladen. Davon ließen sich die Parteikollegen in Meißen, zu denen auch Rößler gehört, nicht abhalten. Mit wenig Erfolg allerdings. Die Meißner Wahlkreise fielen an die AfD – einzig Rößler konnte seinen behaupten.

top