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Nach der Landtagswahl

„Nichts bleibt wie es ist“ in Sachsen

Ohne Holger Zastrow war Sachsens FDP bislang nicht vorstellbar. FOTO: dpa / Sebastian Willnow

Dresden. SPD, Linke und FDP waren die traurigen Opfer der Landtagswahl. Sie müssen sich neu ordnen und neues Spitzenpersonal finden.

Der erste Paukenschlag kam aus der FDP. Schon am Montag nach der Wahl war klar, dass es personelle Konsequenzen geben muss für die Enttäuschung, die die Liberalen eingefahren haben. Nun ist der Landesvorstand geschlossen zurückgetreten. Man übernehme „die Verantwortung für die Wahlniederlage“, hieß es aus der Führungsriege. Damit sei der „Weg frei, damit beim nächsten geplanten Landesparteitag der komplette Vorstand neu gewählt werden kann“.

Der erhoffte Wiedereinzug in den Landtag ist gescheitert. Trotz Stimmenzuwachs verpasste die FDP das Comeback nach fünf Jahren außerparlamentarischer Opposition mit 4,5 Prozent. Mit dem Rücktritt des Vorstands endet auch die Zeit des Landeschefs Holger Zastrow nach 20 Jahren - jedenfalls vorerst. Aber ob das wirklich ein Neustart mit neuen Köpfen wird, bleibt abzuwarten.

Bisher hat sich die FDP immer wieder für Holger Zastrow entschieden. Kein anderer stand länger an der Spitze einer Partei im politischen Dresden. Generalsekretär Torsten Herbst hat zwar erklärt, es werde „kein Weiter so in der sächsischen FDP“ geben. Doch Zastrow ist seit 1999 unangefochtener Spitzenmann der sächsischen FDP. Nicht einmal der Rauswurf aus dem Landtag 2014 konnte den Werbeunternehmer aus Dresden aus der Ruhe bringen. Klar ist für die FDP im Moment nur eins: Auch die nächsten fünf Jahre werden sie nicht im Landtag vertreten sein.

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