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Neue Sonderausstellung in Schloss Hubertusburg

Sachsens Versailles, das fast keiner kennt

Wie ein Geschenk, das nie richtig ausgepackt wurde – das Schloss Hubertusburg im Wermsdorfer Wald. FOTO: dpa / Sebastian Willnow

Oschatz. Schloss Hubertusburg ist einmalig in Europa – aber auch einmalig einsam. Nun erinnert eine Sonderausstellung an den größten Moment in der sächsischen Geschichte, der mit der vergessenen Residenz verbunden ist.

1719 feierte Sachsen so groß wie nie. Einen Monat dauerten die Feierlichkeiten, als Prinz Friedrich August seine Maria Josepha heimführte. Die Braut kam mit großem Gefolge aus Wien. Eine Kaisertochter zieht nicht alle Tage in einer Provinzhauptstadt ein. Maria Josepha, mit 20 Jahren nicht mehr ganz taufrisch für eine Braut ihrer Zeit, war eine Partie von europäischem Rang. Genau da wollte das sächsische Herrscherhaus der Wettiner hin. Die Hochzeit versprach Reichtum und Macht. So nah daran, ganz groß rauszukommen, war Sachsen nie wieder.

Die Jagdresidenz als Stein gewordenen Perle des sächsischen Barock

Die Rechnung des Kurfürsten August des Starken und seines Sohns Friedrich August ging nicht ganz auf. Von den übersteigerten Ambitionen Sachsens zeugt bis heute das Schloss, das der überstolze Kurfürst dem Brautpaar schenkte. Die Jagdresidenz Hubertusburg ist eine der größten Schlossanlagen Europas. Sie kann sich messen mit Versailles und dem Wiener Schloss Schönbrunn und gilt als Stein gewordene Perle des sächsischen Rokoko.

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