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Harte Verhandlungen

Slowake übernimmt Waggonbau Niesky

Der Waggonbau Niesky produziert Güterwagen und Drehgestelle. Das Unternehmen ist Marktführer für Spezialfahrzeuge in Europa. FOTO: Angelika Brinkop

Niesky. Für einen der letzten Güterwaggonbauer Deutschlands geht es nach monatelanger Hängepartie weiter: Der Waggonbau Niesky (WBN) mit seinen knapp 300 Mitarbeitern ist vom slowakischen Güterwagenhersteller Tatravagonka gekauft worden. Es gilt eine fünfjährige Beschäftigungs- und Standortsicherung.

„Ich bin froh, auch dass es einer aus der Branche ist und sich mit Güterwaggons auskennt“, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Ostsachsen.

Mittwoch vergangener Woche wurden die Verträge mit Tatravagonka unterschrieben. Der Käufer, der mehrheitlich dem Finanzinvestor Optifin Invest gehört, gilt als Europas größter Hersteller von Güterwagen. Er hat Niederlassungen in Deutschland, Polen, Serbien und Indien und sich im Bieterkampf gegen die weltweite Nummer eins, den chinesischen Staatskonzern China Railway Rolling Stock Corporation, behauptet. Laut Insolvenzverwalter WallnerWeiß in Dresden steht nur noch die Zustimmung durch die Kartellbehörde aus, man hoffe auf Zustimmung in zwei, drei Wochen.

Im Ergebnis harter Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer steht nun für die Mitarbeiter laut Gewerkschafter Otto eine komfortable Situation. Zugeständisse würden nur dieses Jahr beim Weihnachtsgeld gemacht, 2019 würden Sonderzahlungen ans Ergebnis gekoppelt und ab 2020 gelten die alten Tarife. Zudem sei eine fünfjährige Beschäftigungs- und Standortsicherung vereinbart.

(SvD)
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