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Treffpunkt für Rechtsextreme

Verfassungsschutz nimmt sächsische Kleingärten ins Visier

Kleingarten sind laut Verfassungsschutz in Sachsen auch bei Rechtsextremen beliebt.FOTO: dpa / Matthias Hiekel

Leipzig/Dresden. Gartenparzellen sind Orte der Erholung, der Beete und des Grillens. Doch neben Tomaten und Äpfeln gedeihen hier und da auch rechtsextreme Ideen in Sachsens Gartenanlagen. Der Verfassungsschutz wirft ein Auge auf sie.

(dpa/uf)  Sachsens Gartenparzellen sind mancherorts Anlaufstellen der rechten Szene. Rechtsextreme treffen sich „gelegentlich“ in Kleingartenanlagen, wie das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen auf Nachfrage mitteilte. Im Vorjahr seien 17 Fälle rechtsextremistischer Aktivitäten in sächsischen Kleingartenanlagen bekannt geworden. Das geht aus der Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann (Grüne) hervor.

Demnach trafen sich Rechte im Vorjahr acht Mal in der Stadt Leipzig, fünf Mal im Landkreis Zwickau sowie je ein Mal im Landkreis Nordsachsen, im Landkreis Leipzig, im Landkreis Mittelsachsen und in Chemnitz. Es handle sich um „Mitgliedertreffen, Schulungen sowie Zeitzeugenvorträge“, heißt es in der Antwort vom März diesen Jahres.

Die Veranstaltungen hätten überwiegend in Vereinslokalen der Kleingartenanlagen stattgefunden. Zwischen 2014 und 2017 dokumentierte der Verfassungsschutz insgesamt 44 Fälle. Meist gehörten die Gärten nicht den Mitgliedern der rechtsextremen Szene selbst, sondern Angehörigen, sagte eine Sprecherin.

(dpa/uf)
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