ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Tatverdächtiger legte gefälschte Dokumente vor

Chemnitz: Iraker hätte abgeschoben werden können

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sieht das Bundesamt für Migration in der Pflicht. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Nürnberg/Chemnitz. Beim Abschiebeverfahren gegen einen der Tatverdächtigen von Chemnitz wurden offenbar Fehler gemacht. ER soll gefälschte Papiere vorgelegt haben.

Der nach dem tödlichen Messerangriff in Chemnitz festgenommene Iraker hat laut einem Medienbericht in seinem Asylverfahren gefälschte Papiere vorgelegt. Eine Untersuchung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg habe ergeben, dass zwei der von dem Mann vorgelegten Personaldokumente „Totalfälschungen“ seien, berichtete der „Spiegel“ am Freitag.

Das Bamf äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Der Iraker kam laut dem Bericht im Oktober 2015 über die Balkanroute nach Deutschland. Weil der 22-Jährige zuvor bereits in Bulgarien als Asylbewerber registriert worden war, hätte er nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Chemnitz bereits im Mai 2016 in das Land abgeschoben werden können. Doch nach Verstreichen einer Frist wurde Deutschland für sein Verfahren zuständig.

(dpa/epd/uf)
top