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Spektakulärer Archäologischer Fund in Glaubitz

Archäologen finden Zeithainer Lustlager

Der Grabungsleiter Robert Ansorg zeigt einen Flaschenhals, der aus dem „Zeithainer Lustlager“ stammt. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Glaubitz. Vor fast 300 Jahren fand in der Nähe von Riesa das „Zeithainer Lustlager“ statt, eine Machtdemonstration Augusts des Starken. Nun haben Archäologen erstmals Überreste davon entdeckt.

Bei Ausgrabungen haben Archäologen zum ersten Mal Überreste des legendären „Zeithainer Lustlagers“ gefunden. Diese Militärparade wurde wurde 1730 bei Riesa von einem großen Barockfest begleitet. Im Rahmen einer Pressekonferenz des Sächsischen Landesamts für Archäologie (LfA) wurden die Funde am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert.

„Die Funde mögen nicht toll aussehen“, erklärt Robert Ansorg, der Leiter der Grabungen: „Sie sind aber tatsächlich die ersten archäologischen Reste dieses berühmten Manövers.“ Obwohl die von aufwendigen Festivitäten begleitete Truppenschau auf einem großen Areal entlang der Elbe stattfand, habe man bisher keine Überreste davon gefunden.

„Die Quellen sagen, dass nachdem das Lager vorbei war, die Aufbauten den Bauern verkauft wurden“, sagt der Archäologe Ansorg über die Geschichte der Funde: „Weil die mit dem Schnitzwerk und den Zeltböden ihre Hütten beheizt haben, blieb da wahrscheinlich nichts übrig.“

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