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LfA-Mitarbeiter graben nach Überresten vom Zeithainer Lustlager

Anlass für die archäologischen Arbeiten im sächsischen Glaubitz war die Erneuerung einer Ferngasleitung zwischen Unterreusen und Gröditz. Das Vorhaben, die alte Leitung von 1955 zu ersetzen, befindet sich aktuell im Planfeststellungsverfahren. Im sächsischen Teil der Leitung sollen die Baumaßnahmen 2020 stattfinden, im brandenburgischen zwischen Lauchhammer und Elsterwerda 2021. Gemäß dem sächsischen Denkmalschutzgesetz fallen archäologische Arbeiten im Rahmen von Bauvorhaben in die Zuständigkeit des Landes, nicht der bauenden Unternehmen.

Im Rahmen der Erneuerung der Ferngasleitung 12 arbeiten 30 Mitarbeiter des LfA an 20 Ausgrabungsstellen. „Begonnen haben wir mit den Untersuchungen im Oktober 2018“, sagte Yvonne Heine, die Projektleiterin der Ausgrabungen.

Die Flaschen, Keramiken und Pfeifenstege, die Archäologinnen bei den Grabungen nach dem „Zeithainer Lustlager“ in Glaubitz entdeckt haben. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Zu ihren Funden in Glaubitz zählen Flaschen und Pfeifenstege, die an einem der Zeltplätze des Lagers entdeckt wurden. Außerdem wurden bei den Grabungen Urnengräber aus der Bronzezeit freigelegt. Die Überreste stammen aus der Zeit circa 800 v. Chr und damit der späteren Phase der bronzezeitlichen Lausitzer Kultur.

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