ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Wirtschaft

Arbeitslosigkeit leicht rauf – aber niedrigster Wert seit ’91

Arbeitsmarkt August 2018FOTO: LR / Katrin Janetzko

Nürnberg. Die Sommerflaute treibt die Erwerbslosenzahl, doch die Stimmung bleibt gut.

Die Sommerpause mit Werksferien in vielen Unternehmen hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland leicht steigen lassen. Die Zahl der Menschen ohne Job nahm im August um 26 000 auf 2,351 Millionen zu, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Das ist jedoch der niedrigste Wert für diesen Monat seit dem Jahr 1991. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Jobsucher um 194 000. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,2 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig, die Arbeitslosigkeit hat im August erwartungsgemäß leicht zugenommen“, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Die Zunahme sei allein jahreszeitlich bedingt und etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Viele Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich im Sommer zunächst arbeitslos. Auch Unternehmen halten sich während der Betriebsferien in der Regel mit Neueinstellungen zurück. Rechnet man die jahreszeitlichen Einflüsse heraus, lag die Arbeitslosenzahl bei 2,33 Millionen. Demnach waren zuletzt etwa 8000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im Juli.

Die Zahl der Jobsucher, die derzeit Förderprogramme der Arbeitsagenturen und Jobcenter absolvieren, eingerechnet, gab es in Deutschland zuletzt 3,236 Millionen Menschen ohne Arbeit. Fachleute sprechen bei dieser Rechenweise von der Unterbeschäftigung. Die Zahl sank saisonbereinigt aber im Vergleich zum Vormonat um 18 000.

top