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Wie weiter nach dem Bergbau

Jede Menge „Kohle“ für die Rekultivierung

Nach dem Kohleabbau kommt die Rekultivierung. Bezahlt werden muss sie von dem Energieunternehmen, das mit dem „schwarzen Gold“ der Lausitz sein Geld verdient. FOTO: Preikschat

Cottbus. Brandenburg und Sachsen haben mit dem Energieunternehmen Leag Vereinbarungen unterschrieben, damit nach dem Kohleabbau genug Geld für die Rekultivierung übrig bleibt. Es geht um Milliarden. Kritiker halten die Verträge für unsicher. Die Verhandler verweisen auf eine Art Doppel-Absicherung.

Wenn das Kohle-Zeitalter in den kommenden zwei Jahrzehnten zu Ende geht, sollen die Menschen auch in der Region an Spree und Neiße längst auf neue wirtschaftliche Perspektiven in ihrer Heimat blicken können. Die Versprechen dazu klingen groß, und noch viel größer sind dabei wohl die Hoffnungen und Erwartungen in der Lausitz. Dafür muss in diesem „Zweistromland“, das der Bergbau in den zurückliegenden Jahrzehnten in weiten Teilen so einschneidend geprägt und verändert hat, viel Neues entstehen. Verschwinden aber sollen nach dem Kohleausstieg auch die sichtbaren und unsichtbaren Hinterlassenschaften des Bergbaus, der, technologisch bedingt, tiefe Wunden in die Landschaft reißt.

Steuergeld für alte Restlöcher und Kippen

Die Rekultivierung einstiger Bergbauflächen ist eine langwierige und teure Mammutaufgabe. Das beweist die Arbeit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV). Das in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ansässige Unternehmen ist verantwortlich für die Sanierung von Tagebauen und Altlastenflächen in der Lausitz und Mitteldeutschland, die in den Wendejahren um 1990 stillgelegt worden sind. Mehr als elf Milliarden Euro hat die LMBV bis heute dafür ausgegeben, und die Arbeit ist längst nicht beendet. Das Geld kommt aus öffentlichen Kassen von Bund und Ländern.

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