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Die Entwicklung in der Westlausitz zeigt gleichzeitig aber auch exemplarisch, welch große Bedeutung für die Wirtschaftsentwicklung in eher strukturschwachen Regionen einzelnen großen Industrieunternehmen zukommt. Sie können Kristallisationskern der gesamten Regionalentwicklung sein. Ein solcher ist in der Westlausitz das BASF-Werk in Schwarzheide. Innerhalb des weltweit operierenden Chemiekonzerns gehört das Werk mit seinen nach eigenen Angaben rund 1800 Beschäftigten neben Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) zu den größten europäischen BASF-Standorten. Insgesamt und mit Drittfirmen sind am Standort weit mehr als 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

Und wenn der Lausitzbeauftragte Klaus Freytag über die Wirtschaftsperspektiven für die Lausitz spricht, dann denkt er an solche Kristallisationskerne, in denen industrielle Wertschöpfung den Menschen gut bezahlte Arbeit gibt.

„In den Kommunen gibt es manchmal noch abseitige Vorstellungen“, sagte Freytag bei der Standortkonferenz in Schwarzheide. Wenn über den Kohleausstieg gesprochen werde, da tauchten manchmal auch Radweg-Projekte auf. Die könnten im Einzelfall zwar interessant sein, „aber wir müssen der Bundesregierung nicht jeden Radweg melden“. Es gehe vielmehr um nachhaltige Wertschöpfungsketten.

Ein Partner des Lausitzbeauftragten beim Kohleausstieg ist dabei ganz sicher Colin von Ettingshaus. Der BASF-Arbeitsdirektor wünscht sich vor allem „klare Ansagen und schnelle Entscheidungen“ aus Berlin und Potsdam.

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