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Interview mit Marcel Fratzscher

Die gleichen Probleme wie im Osten

In Volkswagens Gläserner Manufaktur in Dresden gehören Roboter und Digitalisierung zum normalen Produktionsalltag. Das ist aber nicht überall so. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert

Berlin. Der Chef des Wirtschaftsinstituts DIW analysiert wirtschaftlich kritische Branchen und Regionen sowie die Digitalisierung.

Auf den Bestenlisten der Branche taucht er weit vorne auf: Volkswirtschaftsprofessor Marcel Fratzscher ist einer der einflussreichsten Ökonomen in Deutschland. Das hängt auch damit zusammen, dass er zu wirtschaftspolitisch kontroversen Themen, etwa der Flüchtlingspolitik, Stellung bezieht. Zuletzt verlangte er, dass der Staat seine Investitionen deutlich erhöhen müsse.

Herr Fratzscher, die Kritik am Standort Deutschland wächst: Technologien seien verschlafen worden, die weltgrößten Konzerne sitzen in den USA und China. Ist die deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die zweite Liga?

Fratzscher Ganz klares Nein! Die deutsche Wirtschaft erlebt nach wie vor hervorragende Jahre, goldene Jahre. Das Land hat drei große Erfolgsgeschichten: das Beschäftigungswunder der letzten 10, 15 Jahre, die Löhne sind in den letzten Jahren gestiegen, und das Ganze bei sehr soliden Finanzen. Hinzu kommt, dass die deutsche Wirtschaft extrem wettbewerbsfähig ist.

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