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Lausitzer Unternehmergeschichten Matthias Schutza

Als Nachfolger im Traditionsbetrieb

Osterlämmer und Osterbrot präsentiert Matthias Schutza von Weiland`s Backstuben in der Cottbuser Karlstraße. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Lausitzer Unternehmer berichten in loser Folge von ihren Erfahrungen in der sich wandelnden Region. Heute: Matthias Schutza, Inhaber von Weiland‘s Backstube in Cottbus.

Ich übernahm am 1. August 2016 Weiland‘s Backstube und bin damit am Ziel meines bisherigen beruflichen Weges angekommen. Bei Weiland‘s wird das Handwerk gelebt. Aus Forst stammend, zog die vorletzte Generation der Bäckerfamilie nach Cottbus und ist seit mehr als hundert Jahren mit Weiland‘s Backstube am Standort ansässig. Ich führe das traditionsreiche Geschäft weiter.

Den Bäckerberuf erlernte ich in einer kleinen Handwerksbäckerei in Forst. Die Gesellenzeit führte mich zurück in meine Geburtsstadt Cottbus. Nach drei Gesellenjahren beschloss ich: „Wenn ich schon einen Handwerksberuf erlerne, dann soll mich das auch in die Selbstständigkeit führen. Ich mache jetzt meinen Meisterbrief.“

Ich besuchte die Sächsische Bäckerfachschule in Dresden und schloss als Bester meines Jahrgangs ab. Bei der Handwerkskammer entdeckte ich eine Chiffreanzeige aus Cottbus und sah meine Chance, in die Selbständigkeit zu starten, gekommen. „Bei der angegebenen Zahl der Mitarbeiter und Filialen kann das eigentlich nur Weiland‘s sein,“ überlegte ich. Als das erste Treffen bei der Handwerkskammer anstand, traten tatsächlich die Weilands zur Tür herein. Wir waren uns schnell sympathisch. Die Weilands freuten sich, dass sie einen Interessenten für ihr Geschäft gefunden hatten. Denn im Handwerk, und besonders bei den Bäckern, sind mögliche Nachfolger rar. Es besteht die Gefahr, dass unser Beruf in den nächsten Jahren sang- und klanglos untergeht. Dabei gehören wir zu den traditionellen Handwerksberufen, die etwas wert sind.

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