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Boomendes Geschäft

Ist Cannabis das neue Bier?

New York/Toronto  . Legales Marihuana hat sich in Nordamerika zum Milliardenmarkt entwickelt. Nun will auch die Getränkeindustrie mitmischen.

Brauereien und Spirituosenkonzerne in den USA entdecken neben Alkohol eine neue Droge für sich. Cannabis gilt zwar gemeinhin nicht gerade als Aufputscher, doch ausgerechnet dieses Rauschmittel soll die schwächelnde Branche wieder auf Trab bringen. Denn während die Nachfrage nach vielen großen Biersorten schwindet, boomt dort das Geschäft mit legalem Marihuana. In etlichen US-Bundesstaaten - darunter der Milliarden-Markt Kalifornien – ist Marihuana bereits erlaubt. Im Oktober soll mit Kanada ein weiteres Eldorado eröffnen.

„Im Laufe des vergangenen Jahres sind wir dazu gekommen, den Cannabis-Markt und sein gewaltiges Potenzial besser zu verstehen“, sagt Vorstandschef Rob Sands vom Spiritousen-Riesen Constellation Brands. Der US-Konzern, der Biermarken wie Corona und Modelo verkauft, stieg bereits im Oktober 2017 beim kanadischen Marihuana-Produzenten Canopy Growth ein. Constellation war damit der Vorreiter der Branche - und hat einen guten Riecher bewiesen.

Mitte August legten die Amerikaner kräftig nach und gaben bekannt, weitere rund vier Milliarden Dollar in Canopy Growth zu stecken. Damit soll der Anteil an den Kanadiern auf 38 Prozent ausgebaut werden. „Durch diese Investition wählen wir Canopy Growth als unseren exklusiven globalen Cannabis-Partner“, verkündete Constellation-Chef Sands. Sein Unternehmen, zu dessen Portfolio auch diverse Weinsorten und hochprozentigere Kaliber wie Svedka Vodka oder High West Whiskey zählen, liegt mit der Beteiligung voll im Trend.

(dpa)
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