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Studie

Rentnern droht Versorgungslücke

Rentnern drohen oft drastische finanzielle Einschränkungen. FOTO: dpa / Boris Roessler

Berlin. Laut einer DIW-Studie fehlen vielen Senioren beim Konsum jeden Monat Hunderte Euro.

Bei jedem zweiten 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen reichen voraussichtlich die Rente oder die Pension nicht aus, um im Alter ohne Abstriche beim Konsum leben zu können. Die Versorgungslücken können erheblich sein, zeigt eine Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt hat. Im Schnitt fehlen nach seiner Rechnung etwa 700 Euro im Monat.

Das DIW hat auf der Basis von Zahlen aus dem Jahr 2012 gerechnet. Zudem hat es angenommen, dass die Männer und Frauen mit 64 Jahren in Rente gehen. Das ist das aktuelle Durchschnittsalter. Die Regelaltersgrenze wird derzeit stufenweise auf 67 Jahre erhöht. Der Jahrgang 1953 bekommt erst mit 65 Jahren und sieben Monaten die volle Rente. Wer erst dann ausscheidet, hat deutlich höhere Altersbezüge.

Wer nur Anspruch auf die gesetzliche Rente hat und nicht zusätzlich privat vorgesorgt hat, muss sich besonders häufig bescheiden: 63 Prozent von ihnen können voraussichtlich den alten Lebensstandard nicht halten. Deutlich besser steht da, wer Aussicht auf eine Betriebsrente hat: Dann drohen jedem Dritten Einschränkungen. „Dies verdeutlicht die große Bedeutung einer betrieblichen Altersvorsorge“, kommentiert das DIW. Am besten dran sind die Beamten im Ruhestand: Nur bei 13 Prozent reicht die Pension nicht aus, um die früheren Ausgaben zu decken.

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