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Kommende Wochen entscheiden über Airport-Start 2020

Richtkranz über dem BER

BER: Die bekannteste Dauerbaustelle Deutschlands. FOTO: LR / Jan Siegel

Schönefeld. Am Montag beginnen für die Techniker am künftigen Hauptstadtflughafen BER heiße Wochen. Die nächsten zwei Monate entscheiden darüber, ob der Pannen-Airport im Oktober 2020 tatsächlich in Betrieb gehen kann. Trotz alledem bleibt aber auf der Baustelle auch noch Zeit zum Feiern.

Am Dienstag wird in Schönefeld (Dahme-Spreewald) Richtfest gefeiert. Solcher Art Ereignisse haben in der prosperierenden Hauptstadtregion eigentlich längst keinen Seltenheitswert mehr. Trotzdem birgt diese Ankündigung einigen Nachrichtenwert. Dieses Richtfest dürfte nämlich diesmal einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Richtkranz schwebt nämlich über dem künftigen Hauptstadtflughafen BER. Gefeiert werden soll die Fertigstellung des Rohbaus für das Terminal mit der Bezeichnung T2. Das steht dem inzwischen sagenumwobenen BER-Hauptterminal gegenüber und soll helfen, den Ansturm der Passagiere der Zukunft zu bewältigen. Sechs Millionen Fluggäste könnten nach Angaben der Flughafengesellschaft FBB künftig im Terminal 2 pro Jahr abgefertigt werden. Seine Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen, wenn – nach aktuellem Stand – die BER-Eröffnung wieder einmal auf der Tagesordnung steht. Der Termin war seit dem Jahr 2011 allerdings schon sieben Mal verschoben worden. Die Probleme beim Brandschutz, der Entrauchung  und der Verkabelung des Neubaukomplexes sind hinlänglich diskutiert worden und haben in internationalen satirischen Betrachtungen über die deutsche Hauptstadt seit Jahren Kultstatus.

Vorentscheidung für die Eröffnung

Die angekündigte Eröffnung des BER im Herbst 2020 tritt bereits am Montag in eine vorentscheidende Etappe. Dann sollen die sogenannten übergeordneten Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) für den Hauptterminal mit den angrenzenden Seitenflügeln beginnen. Durchgeführt werden die Prüfungen vom TÜV-Rheinland. Im Kern geht es darum, das Zusammenwirken der unterschiedlichen Einrichtungen, beispielsweise beim Brandschutz, unter unterschiedlichen Bedingungen zu testen. Springen beispielsweise die Notstromaggregate an, wenn ein Feuer die Stromversorgung lahmlegt?

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