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Lausitzer Unternehmergeschichten

Cottbuser Gasturbinen auf Weltniveau

Kleine Kraftwerke mit großer Wirkung: Sebastian Kießling hat sich auf Gasturbinen spezialisiert. FOTO: Hilscher

Cottbus. Lausitzer Unternehmer berichten in loser Folge von ihren Erfahrungen in der sich wandelnden Region. Heute: Sebastian Kießling, Chef der Euro-K GmbH.

Ich stamme aus der Oberlausitz. In Zittau geboren, verbrachte ich einen Teil meiner Kindheit in Görlitz, bis meine Eltern entschieden, nach Berlin zu gehen. Bereits mit sechzehn Jahren stieg ich – gemeinsam mit Schulkameraden – in das Geschäftsleben ein. Wir betrieben einen Computer-Hardware-Handel, der gut funktionierte, weil es die großen Internetanbieter noch nicht gab. Als ich für mein Studium in die Lausitz zurückkehrte, hatte ich jedoch keine Zeit mehr dafür.

Ich studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der BTU Cottbus, mit besonderem Fokus auf Kraftwerkstechnik. An der Hochschule lernte ich Professor Heinz Peter Berg kennen, der bis heute den Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen und Flugantriebe innehat. Dort ging es um die Entwicklung von Klein- und Mikrogasturbinen. Im Gegensatz zu den Lausitzer Kohlekraftwerken produzierten diese maximal Strom im einstelligen Megawattbereich. Ende 2010 tat ich mich mit Professor Berg und einem weiteren Wissenschaftler zusammen und wir gründeten – quasi aus der Universität heraus – die Euro-K.

Wir hatten Glück und bekamen schnell unseren ersten Auftrag. Danach wandelten wir unsere Unternehmergesellschaft (UG) in eine GmbH um und überwanden so das erste Trägheitsmoment der Unternehmensgründung. Professor Berg und ich fanden als Gesellschafter eine klare Regelung. Er verantwortet den wissenschaftlichen Teil, ich organisiere den geschäftlichen, die Technik und das Tagesgeschäft.

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