ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Gesundheit

Operation im Alter? Zehn weitere gute Jahre geschenkt

Zufrieden noch nach zehn Jahren nach der Operation: Dr. Mike Bereuter mit seiner Patientin. FOTO: Diana Heyne

Forst. In unserer Serie „Der besondere Fall“ erzählen wir von außergewöhnlichen Schicksalen, Diagnosen und medizinischen Wegen. Der 38. besondere Fall kommt aus der Lausitz Klinik Forst.

Elfriede geht mit großen Schritten auf die 90 zu. Und doch hat sie sich noch im hohen Alter operieren lassen. „Vor rund zehn Jahren litt ich an einem Kropf an der Schilddrüse. Regelmäßig wurde sein Wachstum kontrolliert. Von einer Operation aber wurde mir immer wieder abgeraten. Ärzte gaben zu bedenken, es sei riskant. Angehörige fragten beunruhigt: ,Muss das denn wirklich sein?‘“

Elfriede aber beharrte darauf, nachdem sie sich bei Dr. Mike Bereuter erkundigt hatte. Der Chefarzt für Chirurgie in der Lausitz Klinik Forst wohnte damals im gleichen Dorf wie sie. Und so fasste sie sich eines Tages ein Herz und sprach ihn einfach auf der Wiese an. Elfriede zeigte ihm die faustgroße Verdickung, die sich an der Schilddrüse gebildet hatte.

Mache eine Operation Sinn? So erkundigte sich die alte Dame. „Natürlich muss man im Alter überlegen, ob eine Operation sinnvoll ist oder ob die Risiken überwiegen und man lieber abwarten sollte“, sagt Dr. Bereuter. Aber in diesem Fall bestärkte er die ratsuchende Frau. „Kein junger Mensch würde damit in der Öffentlichkeit herumlaufen wollen“, meinte er: „Warum also ein älterer?“ Was aber viel mehr wog: Es konnte ja auch Schlimmes dahinter stecken.

top