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„Leere Wälder“?

Viele Tierbestände seit 1970 mehr als halbiert

Der Amazonas-Regenwald ist vom Rückgang des Tierbestandes besonders betroffen. Foto: Isaac Risco-Rodriguez FOTO: Isaac Risco-Rodriguez

Berlin. Die weltweiten Bestände zahlreicher Tierarten in Wäldern haben sich laut einer Untersuchung in den vergangenen Jahrzehnten mehr als halbiert.

Zwischen 1970 und 2014 schrumpften die 455 untersuchten Populationen um durchschnittlich 53 Prozent, teilte die Umweltstiftung WWF unter Berufung auf eine eigene Analyse mit. Besonders betroffen seien die Tropen, wie etwa der Amazonas-Regenwald. Als Hauptgrund für die Entwicklung wird „durch Menschen verursachter Lebensraumverlust“ genannt.

Im Bericht „Below the canopy“ (dt: „Unter dem Blätterdach“) ist auch von „leeren Wäldern“ in manchen Regionen die Rede: Wälder, die auf den ersten Blick intakt erscheinen, in denen aber kaum noch Tiere lebten.

Der WWF forderte die Staatengemeinschaft auf, „den planetaren Wald-Notstand zu erklären“. Zudem müssten umfassende Vereinbarungen gegen den Verlust der Biodiversität, für den Kampf gegen die Klimaerwärmung und für nachhaltiges Wirtschaften getroffen werden. „Wenn wir den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt umkehren und die Klimakrise verhindern wollen, müssen wir die Wälder und die dort lebenden Arten schützen“, teilte Susanne Winter vom WWF mit.

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