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Deutscher Zukunftspreis

Zahnrad neu erfunden, Flüssigspeicher für Wasserstoff

Ein Versuchsaufbau der LOHC-Technologie, die eine einfache und effiziente Möglichkeit der Speicherung und des Transports von Wasserstoff ermöglicht. Foto: Ansgar Pudenz/Deutscher ZukunftspreisFOTO: Ansgar Pudenz

München. Die Weichen für das Auto der Zukunft scheinen gestellt: Elektromobilität. Die meisten verstehen darunter Fahrzeuge, die ihre Energie aus einer Batterie beziehen. Aber es geht auch über Wasserstoff, der über eine Brennstoffzelle einen Elektromotor antreibt.

Das Manko: Wasserstoff konnte bisher nur sehr aufwendig unter extrem hohem Druck oder bei minus 250 Grad Celsius verflüssigt gespeichert werden. Jetzt gibt es eine Technik, mit der Wasserstoff wie Benzin sicher und einfach transportiert und an Tankstellen gezapft werden könnte. Die Entwicklung ist zusammen mit zwei weiteren Projekten - eines aus dem Maschinenbau und eines aus der Medizin - für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.

Die drei Forscherteams stellten in München ihre Arbeiten vor und hoffen nun auf den Zuschlag, wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Auszeichnung am 28. November in Berlin verleiht. Der mit 250.000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und der ausgegründeten Firma Hydrogenious Technologies haben eine Methode entwickelt, wie Wasserstoff chemisch auf einer Trägerflüssigkeit gespeichert und so gefahrlos transportiert werden kann. Später werde der Wasserstoff von der Trägerflüssigkeit wieder getrennt. Das Speichermedium bleibe als „flüssige Pfandflasche“ erhalten, erläuterte der Chemie-Ingenieur und Teamsprecher Peter Wasserscheid.

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