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1800 Euro Strafe

Autofahrer wegen Behinderung der Rettungskräfte verurteilt

Wer Rettungskräfte von ihrem Einsatz abhält, macht sich strafbar. Ein Autofahrer, der Retter eines kleinen Jungen gestört hat, muss nun 1800 Euro Strafe zahlen. Foto: Marcel KuschFOTO: Marcel Kusch

Berlin. Ein Fall, der nicht nur in Berlin Empörung auslöste: Als Rettungskräfte in einer Kita im Stadtteil Moabit einen kleinen Jungen wiederbeleben wollen, stört ein wütender Autofahrer den Einsatz.

Zehn Monate später verurteilte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten den 23-Jährigen nun zu 1800 Euro Strafe. Weil sein Auto durch den Einsatzwagen blockiert worden war, habe er aus Egoismus Rettungskräfte behindert, begründete der Richter am Dienstag die Entscheidung. Der Mann hatte gestanden und um Verzeihung gebeten.

Ein damals 18 Monate alter Junge war am 3. November 2017 beim Spielen plötzlich umgefallen. „Als Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, baute sich der Angeklagte vor einem Brandmeister auf, schimpfte und verlangte, dass der Rettungswagen weggefahren wird“, hieß es im Urteil. Weil er keine Beachtung fand, habe der junge Mann gegen den Einsatzwagen geschlagen - ein Seitenspiegel sei beschädigt worden.

Der Angeklagte sei „völlig uneinsichtig“ gewesen, beschrieb ein Feuerwehrbeamter die Szene. „Fahrt die Scheißkarre weg, ich muss zur Arbeit“, habe er verlangt.

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