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Es ist wie ein Wettlauf

Die Gefahr von Auto-Hacks steigt

Vollvernetzte Autos zeigen oft Schwachstellen, die von Hackern genutzt werden könnten. Foto: Sebastian Gollnow FOTO: Sebastian Gollnow

Hannover. Die Auto-Hacker Charlie Miller und Chris Valasek haben schon vor Jahren in den USA mit einem Stunt die Branche aufgeschreckt. Sie führten vor, wie sie aus der Ferne per Funk einen Jeep gleichsam übernahmen.

Klimaanlage und Scheibenwischer spielten verrückt, dann kroch der Wagen nur noch über den Asphalt, weil das Gaspedal nicht mehr funktionierte. Es ist die Horrorvision vieler Menschen, dass andere dazwischenfunken und im schlimmsten Fall bei den zunehmend automatisierten Autos die Kontrolle über Bremsen oder Lenkung übernehmen. Ist das überhaupt denkbar?

Auto-Hacks erforderten hohen Aufwand

„Vernetzung ist das Einfallstor“, sagt jedenfalls Polizeikommissar Alexander Rimkus. Der 23-Jährige, im Raum Nordhorn tätig, hat eine Bachelor-Arbeit zu den Sicherheitslücken und deren Manipulationspotenzial vorgelegt. Wer Schaden anrichten will, muss eine Sicherheitslücke in einem System finden. Die eigentlichen Auto-Hacks erforderten hohen Aufwand, Kenntnisse und seien teuer, erklärt Stefan Römmele, Leiter Strategie und Vorentwicklung für Security beim Autozulieferer Continental. Rimkus aber betont, dass es kriminelle Strukturen gebe, die die Komponenten bereitstellen könnten - „cybercrime as a service“ ist das Stichwort. Auf deutsch: „Internetkriminalität als Dienstleistung“.

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