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Landgericht München

Bei Suizidgefahr des Mieters keine Räumung möglich

Der erzwungene Auszug aus einer Wohnung kann Mieter auch psychisch belasten. Foto: Christin Klose FOTO: Christin Klose

Berlin. Zieht ein Mieter nicht freiwillig aus, kann er von einem Gericht dazu verpflichtet werden. Für die Räumung kann ihm angemessen Zeit gegeben werden. In Härtefällen kann aber trotz vorherigem Beschluss von einer Räumung abgesehen werden.

Dazu zählt auch eine besondere seelische Belastung, wie das Landgericht München (Az.: 14 T 16334/18) entschieden hat. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin.

Im verhandelten Fall hatte die Mieterin erklärt, sich lieber umzubringen als die Wohnung zu verlassen. Aus ärztlichen Stellungnahmen ging hervor, dass eine Selbsttötung nicht abgewendet werden könne. Die 77-Jährige lebte in einer stark verwahrlosten Wohnung.

Vermieter ist arbeitsunfähig geworden

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