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Anstieg größer als Inflation

Eigentümer fordern immer höhere Mieten

Wohnen wird immer teurer: Laut Innenministerium stiegen die Neumieten im zweiten Quartal 2018 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Foto: Lothar FerstlFOTO: Lothar Ferstl

Berlin. Der Mietanstieg in vielen Teilen Deutschlands setzt sich ungebremst fort. Eigentümer verlangen bei Neuvermietungen kräftige Aufschläge.

Die Angebotsmieten kletterten jüngst im Bundesschnitt mehr als doppelt so schnell wie die allgemeine Inflation. Das zeigt eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Chris Kühn.

Demnach stiegen die Neumieten, die Eigentümer verlangen, im zweiten Quartal 2018 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Verbraucherpreise aber nur um 2 Prozent. Im ersten Quartal kletterten die Mieten um 5,5 Prozent, während die Inflation 1,5 Prozent betrug. Auch in den dreimonatigen Zeiträumen 2017 wuchsen die Neumieten jeweils viel stärker als die Teuerungsraten. Während die Bundesregierung den Anstieg mit Anreizen für bezahlbaren Wohnraum und einer schärferen Mietpreisbremse bekämpfen will, fordern Verbände weniger Auflagen und Steuern.

Für die Ermittlung der Daten hat das für Bau zuständige Innenministerium laut den Angaben sowohl Angebote reiner Online-Immobilienplattformen als auch von Online-Wohnungsbörsen ausgewertet, die verschiedene Tageszeitungen auf ihren Internetseiten anbieten. Einbezogen wurden demnach in den Anzeigen angebotene Nettokaltmieten unmöblierter Wohnungen zwischen 40 und 130 Quadratmetern ohne Nebenkosten. Mieten aus bestehenden Verträgen wurden nicht erfasst. Über die tatsächlich erzielten Mieten und die Bestandsmieten wurde keine Auskunft gegeben.

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