ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Rot nur als Akzent

Graue Gartenmöbel bleiben im Trend

Grau und immer wieder Grau: Auf der Messe Spoga+Gafa in Köln wurde eigentlich nur diese Farbe für Gartenmöbel gezeigt. Foto: Simone A. Mayer/dpa-tmnFOTO: Simone A. Mayer

Köln. Die Zeiten von schwachen Plastikstühlen, knarzenden Holzbänken und klebrigen Kunststoffliegen auf Balkon und Terrasse sind vorbei. Gartenmöbel sind inzwischen so hochwertig, dass sie im Winter im Wohnzimmer stehen könnten, ohne aufzufallen.

Auf der Gartenmesse Spoga+Gafa (2. bis 4. September) in Köln waren schon die Trends für die Saison 2019 zu sehen. Nach dem Supersommer 2018 verwundert diese Aufwertung nicht, könnte man denken. Schließlich konnten die Deutschen je nach Wohnort gut und gerne über 100 warme Tage in ihrem Freiluft-Wohnzimmer verbringen. Wer wünscht sich da nicht gute Möbel?

Aber: Die Entwicklung zu mehr Qualität draußen ist nicht neu, seit Jahren geht es in diese Richtung. Die Materialien werden besser, witterungsfeste Stoffe werden erfunden und weiterentwickelt. Sogar Teppiche gibt es inzwischen für den Balkonboden. Die Folge: Die Deutschen geben mehr Geld für Gartenmöbel aus. Zahlen des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie zeigen: 35 Euro pro Kopf und Jahr waren es 2016, zehn Jahre zuvor erst 17 Euro.

Der lange stiefmütterlich behandelte Bereich erlebt auch stilistisch eine Aufwertung. Keine namhafte Firma im Outdoor-Bereich arbeitet noch ohne Designer, erklärte Trendanalyst Frank A. Reinhardt in einem Vortrag auf der Spoga+Gafa. Bemerkbar ist der Optikwandel besonders an den Esstischen: Die Beine sind anmutig, schreiben die Experten der Koelnmesse in ihrem Trendbericht. „Die Platten in geringer Materialstärke wirken schwerelos.“ Häufig sieht man Flechtmöbel. „Dank innovativer High-Tech-Materialien schwören Designer auf spannende Strukturen, die das klassische - von der Natur inspirierte - Flechtwerk neu interpretieren“, so die Koelnmesse weiter.

top