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Hände weg vom Krug

In diesen Gläsern schmeckt Bier am besten

Ein hochwertiges Bierglas sollte aus einem sehr lichtdurchlässigen und neutralen Kristallglas sein - das Bier sieht darin besser aus als in günstigeren Gläsern mit Blaustich. Foto: Christin KloseFOTO: Christin Klose

München. Wer kann, sollte den echten Bierkrug vermeiden. Denn wenn auf dem Oktoberfest das Bier literweise aus den großen Humpen in die Kehlen fließt, bringen sich die Feiernden um einen Genuss.

Solche Krüge eignen sich - zumindest aus kulinarischer Sicht - überhaupt nicht zum Biertrinken. Da ist sich die Fachwelt einig. Das Bier wird wegen der Dicke des Glases schnell warm. Und es schmeckt grundsätzlich viel besser aus einem dünnen Glas.

„Die Glasform hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Geschmack“, erklärt Markus Raupach, Biersommelier und Gründer der Deutschen Bierakademie in Bamberg. Das könne jeder selbst ausprobieren, indem er ein Bier aus einer Pilsstange und einem Rotweinglas kostet. „Es wird ihm vorkommen wie zwei verschiedene Getränke.“

Gute Gläser sind dünn, weil so die Temperatur des Getränks besser gehalten wird. Denn vom Bier wird etwas Schwieriges erwartet: Es soll schmecken und gleichzeitig erfrischen, doch das ist temperaturmäßig ein Widerspruch. „Acht Grad sind für ein Bier optimal, bei stärkeren Bieren kann es auch mal zehn Grad sein“, erklärt Raupach. „Wenn es noch wärmer wird, erfrischt es nicht mehr.“ Wenn man schon einen Bierkrug nimmt, dann sollte er wenigstens gekühlt sein.

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