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Folge des Online-Shoppings

Wenn Kartons die Altpapier-Tonne verstopfen

Mit Verpackungskartons ist die Altpapier-Tonne schnell gefüllt - vor allem wenn sie nicht zusammengefaltet werden. Foto: Holger Hollemann FOTO: Holger Hollemann

Berlin. Weniger Zeitungen, mehr Versandkartons aus dem Online-Handel: Der Inhalt von Altpapiertonne hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert.

Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der auch die städtischen Entsorger vertritt, hat die Zusammensetzung des Papier- und Pappe-Abfalls untersuchen lassen. Das Ergebnis: bis zu 71 Prozent des Inhaltsvolumens sind Verpackungen. „Oft landen die Pappkartons - so wie sie sind - in der Papiertonne, ohne zerrissen oder zusammengefaltet zu werden“, teilt der Verband mit. „Die Folge: Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist - mehr Volumen, weniger Gewicht.“

Konkret kommt das INFA-Institut im Auftrag des VKU zu dem Ergebnis, dass Verpackungsanteile an dem Altpapiergemisch in den Untersuchungsgebieten zwischen 29 und 34 Prozent des Gewichts ausmachen und zwischen 64 und 71 Prozent des Volumens.

Bürger ärgern sich über die schnell gefüllte Tonne, aber für die kommunalen Entsorger hat die Entwicklung auch eine finanzielle Bedeutung. Denn sie sind für die Entsorgung von Zeitungen, Magazinen und Papierabfall zuständig. Verpackungen dagegen fallen in die Verantwortung der dualen Systeme, die sich auch um Gelben Sack und Gelbe Tonne kümmern.

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