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Gerichtskosten begrenzen

Wenn Wohneigentümer über die Jahresabrechnung streiten

Es geht um viel Geld: Streiten sich Wohnungseigentümer um die Jahresabrechnung, kann es schnell teuer werden - für alle Beteiligten. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn FOTO: Mascha Brichta

Berlin. Wie teuer ein Rechtsstreit wird, richtet sich unter anderem nach dem Streitwert. Für Beteiligte ist also entscheidend, wie dieser berechnet wird.

Ein Beispiel: Greifen Wohnungseigentümer die Jahresabrechnung der Verwaltung an, wird dafür das Gesamtergebnis der Abrechnung herangezogen. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm (Az: 15 W 388/18) hervor, darüber berichtet die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien vom Deutschen Anwaltverein (DAV).

Ausgangspunkt ist also nicht etwa nur der Anteil, der auf den einzelnen Eigentümer entfällt. Wird eine Jahresabrechnung in ihrer Gesamtheit angefochten, ist laut OLG Hamm von 50 Prozent des Gesamtergebnisses der Abrechnung als Streitwert auszugehen.

Der Betrag, der laut Einzelabrechnung auf den Wohnungseigentümer entfällt, muss aber nicht hinzugerechnet werden - er ist ja bereits in der Gesamtabrechnung enthalten. In der Einzelabrechnung werden die Kosten letztlich nur verteilt, so der DAV.

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