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Vom Geruch des Todes

Der schwierige Beruf des Tatortreinigers

Tatortreiniger Dirk Plähn bringt blutbesudelte Badezimmer wieder zum Glänzen. Die Angehörigen sind ihm dafür meist dankbar. Foto: Markus Scholz FOTO: Markus Scholz

Walksfelde. „Getrocknetes Blut fühlt sich an wie das Watt in der Nordsee - eine dicke, schmierige Matschepampe“, sagt Dirk Plähn trocken und sehr nüchtern. Plähn muss so abgebrüht sein, er ist Tatortreiniger.

Einsatz nicht nur an Tatorten

Der 51-Jährige sieht „alles, was böse ist: Blut, Urin, Kot, Mord, Totschlag, Einsamkeit“, berichtet er in seiner - wie soll es anders sein - klinisch sauberen Küche. Zum Großteil reinigt Plähn Orte, an denen zuvor Menschen gestorben sind, aber auch Messiewohnungen oder Fäkaliennotfälle gehören zu seinen Aufgaben. Mit der TV-Paraderolle von Schauspieler Bjarne Mädel hat die Realität des Tatortreinigers Dirk Plähn aus Walksfelde östlich von Hamburg nur wenig zu tun.

Plähn ist vor allem in Hamburg und Schleswig-Holstein im Einsatz, der normalerweise knapp 10 Stunden dauert. Wenn man in einem Schutzanzug mit Atemfilter arbeite, müsse man das mit dem Faktor vier nehmen, meint er. Nach einer Zehn-Stunden-Schicht habe er daher eigentlich 40 Stunden Arbeit auf dem Buckel.

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