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Experte in eigener Sache

Mit Handicap zur richtigen Ausbildung

Vielfach sind Menschen mit Handicap Experten in eigener Sache: Gegenüber ihrem Ausbilder können Jugendliche also offen kommunizieren, wie im Berufsalltag am besten mit ihrer Behinderung umgegangen werden kann. Foto: Philippe Voisin/Phanie FOTO: Philippe Voisin

Kiel. Feuerwehrmann, Profi-Fußballer, Astronaut - für kleine Kinder ist die Frage „Was will ich werden?“ oft ganz leicht zu beantworten. Wenn es Jahre später tatsächlich an die Berufswahl geht, fällt die Entscheidung schwerer.

Zumal dann auch das „Was kann ich?“ in den Fokus rückt. Jugendliche mit Behinderung stehen bei der Berufswahl oft vor einer besonderen Herausforderung.

1. Die richtige Selbsteinschätzung

Die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, hilft bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf. Das kann für Jugendliche mit Handicap zur Schwierigkeit werden, weiß Kevin Huhs, Reha-Berater der Agentur für Arbeit in Kiel. „Eine Behinderung ist für ganz viele Jugendliche ein schlimmes Übel, das sie natürlich am liebsten gar nicht hätten und deswegen kaschieren, verstecken oder davon ablenken“, erklärt er. Häufig würden auch Eltern dazu neigen, Behinderungen herunterzuspielen. Die Konsequenz: „Überschätzung, fehlende Einsicht und Ablehnung unserer Förderangebote sind an der Tagesordnung“, sagt der Berufsberater.

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