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Am Bedarf vorbei

Wann Weiterbildungen wenig bringen

Bei Schulungen und Weiterbildungen sind viele Beschäftigte in Deutschland auf sich allein gestellt. Oft lässt sich das Erlernte nicht im Arbeitsalltag anwenden. Foto: Britta Pedersen FOTO: Britta Pedersen

Berlin. Um Schulungen und Weiterbildungen müssen sich einer Umfrage zufolge viele Beschäftigte in Deutschland selbst kümmern. Mit 55 Prozent hat zwar gut jeder Zweite im vergangenen Jahr seine Qualifikation erweitert, wie das Beratungsunternehmen Gallup für eine Studie ermittelte.

Gut vier von zehn dieser Befragten gaben aber an, dass sie ihre Teilnahme selbst veranlasst hätten. In den übrigen Fällen sorgte der Arbeitgeber dafür.

Kein Gebrauch im Arbeitsalltag

Viele Schulungen gingen am Bedarf der Beschäftigten vorbei, meint Studienautor Marco Nink. „Es spricht viel dafür, dass mit der Gießkanne gearbeitet wird“, sagte er. Arbeitgeber passten Angebote nicht ausreichend an den einzelnen Beschäftigten an. Oft sei anschließend nicht klar, was die Mitarbeiter im Arbeitsalltag mit dem neuen Wissen anfangen können.

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