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Azubis im Stress

Was eine Ausbildung für viele zur Belastung macht

Viele Azubis müssen regelmäßig Überstunden leisten. Oft erhalten sie dafür keinen Ausgleich. Das geht aus dem Ausbildungsreport 2018 hervor. Foto: Sebastian GollnowFOTO: Sebastian Gollnow

Berlin. Druck vom Chef, Überstunden, lange Arbeitstage - viele Azubis in Deutschland klagen über Stress im Job. Das zeigt der Ausbildungsreport 2018, den die Jugendabteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Start des Ausbildungsjahrs vorstellte.

Über Monate waren fast 15.000 Azubis befragt worden - ein Überblick:

Welche Sorgen haben Azubis mit ihren Arbeitszeiten?

Regelmäßig Überstunden müssen 36,3 Prozent der Azubis leisten. 13 Prozent von ihnen bekommen sie nicht bezahlt oder zeitlich ausgeglichen - obwohl das gesetzlich vorgeschrieben ist. Ein Viertel der Azubis arbeitet in Schichten, und bei der Hälfte von ihnen wird nach eigenen Angaben die vorgeschriebene Ruhezeit von elf Stunden nicht eingehalten. Bei 54,4 Prozent der Azubis erwarten die Chefs mobile Erreichbarkeit außerhalb der Ausbildungszeiten.

Läuft die Ausbildung immer nach Plan?

Nein. Jedem dritten Azubi fehlt die Voraussetzung, die Lerninhalte zu überprüfen - nämlich der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsplan, der die Lehre gliedern soll. Der Anteil derer, die häufig ausbildungsfremde Arbeiten machen müssen, stieg binnen eines Jahres von 10,5 auf 11,9 Prozent.

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