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Wie sehen Klagen von Azubis beispielhaft aus?

Das zeigt eine DGB-Beschwerdeplattform. Hier schrieb etwa Sabrina: „Ich musste fünf Tage die Woche von 17 Uhr bis open end kellnern, die Kneipe organisieren und einen Tag zur Berufsschule.“ Sie habe viele Überstunden gemacht und wenig gelernt. Birte klagte, sie langweile sich in ihrer Ausbildung. „Die meiste Zeit sitze ich einfach nur rum und kann nichts machen.“ Und eine angehende Verwaltungsangestellte suchte Rat, weil sie zwar übernommen werden solle, aber nun kaum Zeit für Prüfungsvorbereitungen habe, da sie zugleich viel für die neue Tätigkeit lernen müsse.

Sind die Azubis überwiegend unzufrieden mit ihrer Lehre?

Nein. Insgesamt waren laut Ausbildungsreport 2018 rund 70,2 Prozent der Azubis mit ihrer Lehre sehr zufrieden oder zufrieden. In den vergangenen Jahren aber lagen die Werte etwas höher und pendelten zwischen 71,4 und 73 Prozent.

Wo gibt es die meisten Probleme?

Angehende Hotelfachleute, zahnmedizinische Fachangestellte, Einzelhändler, Tischler und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk bewerten ihre Lehre laut DGB-Report überdurchschnittlich schlecht. Besonders gut schneiden dagegen Ausbildungen zu Verwaltungsfachangestellten ab, zu Mechatronikern, Industriemechanikern und Elektronikern für Betriebstechnik.

Wie ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt aktuell?

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet, dass es 2018 wohl erstmals seit Jahren weniger Bewerber als Stellen in der betrieblichen Ausbildung gibt. So wurden bis Juli 531.426 Lehrstellen fürs neue Ausbildungsjahr gemeldet, aber nur 501.878 Interessenten. Denn die Schülerzahlen sinken - der Bedarf der Firmen an Mitarbeitern steigt. Die beliebtesten Ausbildungen: eine Lehre im Einzelhandel, als Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer, Kraftfahrzeugmechatroniker und Industriekaufleute.

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