Ewiger Spieltrend

Die Teilchen-Detektive: Puzzeln auch zur Rauchentwöhnung

33 600 Teile: 115 Tage hat Günther Simetsberger für das „Wild Life“-Puzzle gebraucht. Foto: Matthias RöderFOTO: Matthias Röder

Lambach. Der Mann hat Geduld. Zumindest dann, wenn er vor einem Berg aus Zehntausenden Puzzle-Teilen sitzt. Was andere fast sofort kapitulieren lässt, macht Günther Simetsberger größten Spaß.

„Das Puzzeln fasziniert mich.“ Der 51-jährige Österreicher sitzt tiefenentspannt am Wohnzimmertisch und weiß Löwen, Elefanten, Giraffen, Nilpferde, Affen, Büffel, Flamingos und eine üppige Flora in seinem Rücken. Das Puzzle „Wild Life“ an der Wand hat 33 600 Teile, ist 5,70 Meter breit und 1,57 Meter hoch.

„Ich habe 115 Tage gebraucht, es waren 115 Tage Freude“, erinnert sich der ehemalige Monteur. Nach einem Arbeitsunfall 2008 gab er den Job auf und ist nun als Saisonkraft in einer Schießbude auf dem Jahrmarkt beschäftigt. Das Plus an Zeit investierte er in die Organisation der „World Puzzle Days“ - einem internationalen Kräftemessen der Teilchen-Detektive.

„Aus Leidenschaft ist richtig Arbeit geworden“, bilanziert er mit Blick auf die zeitweise mehr als 700 Teilnehmer. Im Januar und Februar eines Jahres dokumentieren und vergleichen die Spieler unter anderem aus Argentinien, Mexiko, Brasilien, Spanien, der Türkei und Taiwan via Internet ihre Leistungen im Legespiel.

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