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Studienergebnis

Medien dominieren die Freizeit

Das Smartphone ist in der Freizeit der Deutschen in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Foto: Tobias Hase/SymbolbildFOTO: Tobias Hase

Berlin. Soziale Medien versus soziales Leben: Bei den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen sind Medien die eindeutigen Gewinner der vergangenen fünf Jahre.

Sieben bis neun von zehn Aktivitäten in der Freizeit seien heute von Fernsehen, Radio hören, Telefonieren oder Smartphone-Nutzung geprägt, heißt es in der repräsentativen Studie Freizeit-Monitor , die in Berlin vorgestellt wurde. Auf der Strecke blieben dagegen immer häufiger echte Sozialkontakte - von Besuchen bei Oma, Treffen mit Freunden bis hin zum einem Plausch mit den Nachbarn. Dazu kommt ein Springen von einem Freizeitereignis zum nächsten. Pro Woche sind es heute im Schnitt 23 - vor 20 Jahren waren es erst 12.

Diese Rastlosigkeit zeigt sich schon länger. „Ich hatte die Hoffnung, dass sich das dreht“, sagt Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Untersuchung. Denn glücklich seien viele Bundesbürger mit dieser Entwicklung nicht. Viele wünschten sich in ihren rund 2500 Mußestunden im Jahr mehr Zeit für sich und für andere - vom Partner über die Familie bis hin zu Freunden und Nachbarn. Zwischenmenschliche Beziehungen seien wie sozialer Kitt, der das Land zusammenhalte, betont Reinhardt. „Wir müssen aufpassen.“

Der Freizeit-Monitor wird regelmäßig von der Stiftung für Zukunftsfragen erhoben. Dahinter steht das Tabakunternehmen British American Tobacco. Im Juli wurden erneut rund 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren gefragt, wie sie am liebsten ihre freie Zeit verbringen. Seit mehr als 20 Jahren führt das Fernsehen diese Hitliste an. Im Vergleich zu 2013 gibt es aber deutliche Verschiebungen in anderen Bereichen. Eine Auswahl der Hauptergebnisse:

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