ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Gefahr über Gefahr

Wenn Eltern die Angst ums Kind zerfleischt

Das Kind ohne Begleitung zur Schule gehen zu lassen, fällt ängstlichen Eltern oft schwer. Foto: Mascha Brichta FOTO: Mascha Brichta

Die kleine Julia trabt vergnügt zu ihren Freundinnen zum Spielenachmittag. Endlich Zeit für einen gemütlichen Kaffee. Doch was ist das? In der Ferne schrillen Sirenen. Kalter Angstschweiß bricht aus.

„Das ist garantiert meine Kleine“, könnten sich Eltern jetzt denken. Ist das noch normal, diese ständige Sorge ums Kind?

„Sie entsteht meist dadurch, dass man schon von einem ähnlichen Fall gehört hat“, sagt Christina Hunger-Schoppe. „Es gibt also einen guten Grund, sich um die Kinder zu sorgen“, erklärt die Psychologische Psychotherapeutin am Uniklinikum Heidelberg. Angst ist gesund, sonst würden wir uns ständig in gefährliche Situationen begeben, ergänzt Ingo Spitczok von Brisinski, Fachbereichsarzt Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der LVR-Klinik Viersen.

Ob und wie stark sich Furchtsamkeit entwickelt, hängt von der Persönlichkeit der Eltern, aber auch des Kindes ab, hat Silvia Schneider festgestellt. Sie ist Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. „Typischerweise ist die Entwicklung von Ängsten aber ein Prozess und nicht von vornherein veranlagt.“

top