ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Steuer-Rat

Finanzamt muss zweiten Wohnsitz während Jobsuche anerkennen

Wer aus beruflichen Gründen zwei Wohnungen in unterschiedlichen Orten hat, kann diese von der Steuer absetzen. Foto: Andrea Warnecke FOTO: Andrea Warnecke

Münster. Leben Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen in zwei Wohnungen, können sie das Finanzamt an den Ausgaben beteiligen.

Selbst nach dem Ende des ursprünglichen Arbeitsverhältnisses können sie die Zweitwohnung bei der Einkommensteuererklärung angeben, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Während der Arbeitssuche gelten die Ausgaben als vorweggenommene Werbungskosten, entschied das Finanzgericht Münster (Az.: 7 K 57/18 E).

Im Streitfall wohnte der Kläger in Nordrhein-Westfalen, war jedoch in Berlin tätig. Dafür hatte er dort eine Wohnung gemietet. Nachdem der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis zum 31. August 2015 beendet hatte, bewarb sich der Kläger deutschlandweit, auch in Berlin, sowie in der Schweiz.

Als er im Dezember 2015 einen neuen Arbeitsplatz in Hessen fand, kündigte er die Mietwohnung in Berlin wegen der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Februar 2016. Das Finanzamt wollte die Ausgaben für die Arbeitswohnung in Berlin allerdings nur noch bis November 2015 anerkennen, weil der Kläger bereits im August mit dreimonatiger Frist hätte kündigen können.

top