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An Musterklage dranhängen

Kein Steuernachteil durch Kassenbonus

Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen werden vom Finanzamt als Beitragsrückerstattung behandelt. Aber wie sieht es mit Bonuszahlungen aus? Foto: Jens Kalaene/SymbolbildFOTO: Jens Kalaene

Berlin. Gesetzlich Krankenversicherte sollten ihre Beiträge zur Krankenkasse in der Einkommensteuererklärung angeben. „Damit lässt sich womöglich einiges an Steuern sparen“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Die Ausgaben für die Basisabsicherung muss das Finanzamt in voller Höhe als Sonderausgaben akzeptieren. Das gilt sogar dann, wenn der Versicherte für die Teilnahme an einem Gesundheitsprogramm einen Bonus von der Kasse erhalten hat, entschied das Finanzgericht Sachsen im April 2018 (Az.: 8 K 1313/17). „Gegen das Urteil hat das Finanzamt zwar ein Rechtsmittel eingelegt, dennoch können auch andere Steuerzahler von dem Gerichtsverfahren profitieren“, erklärt Klocke.

Anlass für den Rechtsstreit ist ein Verwaltungsschreiben des Bundesfinanzministeriums vom Dezember 2016. Danach werden nur die Bonusprogramme nicht mit den Kassenbeiträgen verrechnet, bei denen der Versicherte vorab die Kosten für die Gesundheitsmaßnahmen bezahlt und die Kasse anschließend die Kosten erstattet. Erhält der Versicherte aufgrund des Bonusprogrammes hingegen eine pauschale Zahlung oder eine Sachprämie, wird der Krankenkassenbeitrag gekürzt, so dass weniger Ausgaben bei der Steuer abgesetzt werden können.

Gegen diese nachteilige Berechnung wendete sich ein Steuerzahler. Er nahm unter anderem an Sportveranstaltungen, einer Zahnreinigung und einem Haut-Check teil und erhielt dafür von seiner Krankenkasse einen Bonus von 230 Euro. Das Finanzamt behandelte die Zahlung als Beitragsrückerstattung und wollte die Beiträge daher nicht in voller Höhe anerkennen.

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